Sonntag, 1. März 2009

Australien - Victoria




Die Snowy Mountains liegen hinter uns, auf der Suche nach Flugbergen sind wir etwas ernuechtert. Der „Gardenstate Victoria“ zeigt sich eher vertrocknet und braun, ein ordentlicher Regenschauer waere mal wieder faellig. Der richtige Wind zum Paragliden stellt sich nicht ein, statt dessen blaest die heisse Luft aus dem Norden ordentlich in die Bushfires und hindert uns, die Bergroute weiter zu fahren. So landen wir an der Suedkueste und da regnet es dann ausgerechnet mal. Wir tuckern gen Westen weiter und geniessen die langgezogenen Sandstraende. Im Wildlife Park auf Phillip Island haben wir unseren Spass mit den „Locals“: Kaenguruhs, Wallabies, und Emus betteln uns um Futter an, Koalas verpennen den Tag im Eukalyptus und allerlei Voegel kraechzen in den Baeumen.

Melbourne empfaengt uns unter einer Dunstglocke, die Braende in der Umgebung haben den Himmel eingetruebt und die Sonne scheint milchig durch den Smog. Wir treffen unseren alten Panamericana Rider Tony wieder und haben eine gute Zeit mit ihm und Kylie. Gemeinsam sind wir unterwegs in Downtown und bekommen eine special tour durch ihre Stadt. Nach einem langen Verwoehnwochenende und dem Genuss eines richtigen Betts und einer warmen Dusche sind wir wieder auf der Strasse, und was fuer einer: Die Great Ocean Road schlaengelt sich entlang der Steilkueste und gibt tolle Blicke frei auf Meer und Klippen. Die Straende sind genial, wir campen direkt davor und geniessen Sundowner und die Menschenleere. Etwas im Inland liegen die Grampians, ein Nationalpark mit genialen Felsformationen. Die herrlichen Blicke laden nur so ein, die Absperrungen zu ignorieren und die Felsvorspruenge zu erklimmen. So ziehen wir weiter durch's Land und Adelaide in „South Australia“ steht an. Hier erwartet uns eine halbe Stunde Zeitverschiebung, naja, wenn's hilft zum daylightsaving...



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Australien Victoria


Dienstag, 17. Februar 2009

Australien - NSW




Der Anflug auf Sydney ist schon mal grandios, die gesamte Skyline liegt unter uns und laesst schon erahnen, was uns erwartet. Mit der Subway geht es gleich in die City auf Tour, Strassenschluchten und Hochhaeuser umgeben uns, wir biegen ab in die Botanical Gardens, weiter zum allseits bekannten Opernhaus.
Die Hitze ist enorm, 40 Grad Celsius und mehr blasen uns wie ein Foehn ins Gesicht. Ein leichtes Lueftchen weht auf der Harbor Bridge und erleichtert die Aussicht ueber den Hafen. Ein Pub in „The Rocks“ (Altstadt) zwingt uns zu einem kuehlen Blonden. Wir wollen noch mit der Faehre nach Manly uebersetzen, von hier ist fast die gesamte Sydney Bucht zu bestaunen.


Am naechsten Tag gehen wir ins Aquarium, es ist einfach zu heiss. Bunte Fische und allerlei Unterwasserwelten umgeben uns, Nemo fischelt durch die Anemonen und die Haie schwimmen im Riesentank, durch den wir im Plexiglastunnel gehen. Spannend, so ein Ungetuem live vor Augen zu haben und in seine Zahnreihen zu schauen.

Darling Harbour hat einiges zu bieten, so landen wir nach ausgiebigem Bummel im groessten IMAX Kino und sind „live“ beim U2 Konzert in Buenos Aires.
Die Stadt ist mega Multikulti, ein echter Nationenmix. Chinatown laedt zum Dinner ein.

Am folgenden Tag brechen wir auf mit dem Combo Camper in die Blue Mountains. Riesige Eukalyptus Waelder empfangen uns und die Hoehe von knapp 1000 Meter bietet angenehmere Temperaturen. Ein Fussmarsch geht entlang der Klippenlandschaft und gibt geniale Blicke frei ueber das im blauen Dunst liegende Tal. Unter einem Wasserfall gibt es Abkuehlung, Kakadus fliegen ueber unsere Koepfe und machen einen Riesenlaerm.
Es geht wieder zurueck ans Meer, Stanwell Park, eine riesige Klippe am Beach soll fliegbar sein. Leider passt der Wind nicht und so geht es entlang der Kueste weiter nach Sueden. In Pebbly Beach gibt es wilde Kangaroos, die gerne mal aus dem Picknick Korb naschen. Und da sind sie dann auch und lassen sich sogar die Ohren kraulen, aber nicht in die Tasche greifen...
Wir wollen ins „ACT“ Australian Capital Territory, Canberra wurde Hautstadt, weil sich Sydney und Melbourne nicht einigen konnten. Alles auf dem Reissbrett entstanden empfaengt uns eine Stadt mit riesigen Kreisverkehren und den entsprechenden Regierungsgebaeuden. Das Parlament schauen wir uns mal an und dann geht es auch schon weiter nach Sueden in die Snowy Mountains auf knapp 2000 Meter Hoehe. Hier gibt es die ersten Eindruecke von Waldbraenden aus den letzten Jahren. Die Temperaturen sind mal eben von 43 auf 7 Grad gefallen. Eine Wanderung fuehrt uns vorbei an Skipisten und feuchten Waeldern.
In Victoria lodern inzwischen riesige „Bush Fires“, es scheint, als muessen wir unsere Route anpassen und die Feuer umfahren, doch davon mehr im naechsten Blog...


















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Australien - New South Wales


Mittwoch, 4. Februar 2009

New Zealand - Nordinsel



Die Steinkoepfe von Rapa Nui liegen weit hinter uns, die Route geht zurueck ueber Santiago und dann ueber den Pazifik nach Auckland. Kiwiland ist prima, nur hat das Kingdom seinen Einfluss hinterlassen und es geht auf der linken Spur durch die Lande.

Nachdem ich beim Fahren erst einige Male den Wischer statt Blinker antippe und beim Schalten die Finger am Tuergriff habe, geht es gut voran nach „Northland“. Schoene Straende erinnern an Daenemark, aber die Huegel und Pflanzen geben doch ein eigenes Landschaftsbild ab. Wir fahren direkt auf dem Strand entlang und geniessen die deutschen Verbote. Es folgen allerfeinste Rundungen aus Asphalt. Wie gerne haetten wir „Rudi“ dabei, die Kurven hier sind einfach phaenomenal. Entlang der „Coromandel Peninsula“ geht es weiter nach Sueden, vorbei an den geothermischen Aktivitaeten in Rotorua. Geysire spucken, Thermalquellen sprudeln und der Matsch fliegt hier und da durch die Gegend. Imke ruempft gerne mal die Nase, der Schwefelgeruch der Gegend liegt schwer in der Luft. Kiwis wachsen in riesigen Plantagen und um die Ecke gibt es gleich den Heli Rundflug angeboten. Gleich mal eingestiegen sind wir schnell in der Luft und schauen von oben auf die Kiwis.

Im Lake Taupo nehmen wir ein Bad, bevor es durch den Tongariro National Park weiter geht. Nach den Vulkanen Chiles nehmen wir diesen etwas cooler und stoebern dafuer auf dem Schrott nach Oldie Relikten. Gut sortiert liesse sich hier so mancher Oldie wieder flott machen...aber meine Benz Flosse daheim wartet noch auf Fertigstellung.

In einem Vogel und Naturpark bestaunen wir den nachtaktiven Kiwi und beobachten Kakas beim Fressen. Freche Papageien, die laut krakelend durch die Luft sausen und sich um jeden Happen streiten.

So sind wir bald auf dem Weg nach Wellington, Robert wartet schon auf uns. Wir haben eine tolle Zeit mit ihm, treffen Freunde und lauschen spannenden Auswanderer Geschichten...
Mit einem voellig ueberladenen Motorboot Oldie fahren wir zu fuenft in die Bucht und staunen nicht schlecht ueber die Gegend. Eine schoene Stadt, die zum Traeumen einlaedt.
Montag, Robert muss zur Arbeit und wir wieder nach Norden, das naechste Ziel wartet auf uns. Wir hatten leider nur 10 Tage auf der Nordinsel, und kommen sicher noch mal zurueck.

Am letzten Campground treffe ich noch ein bekanntes Flieger Gesicht aus Norwegen, hatte er mir doch damals von seiner Winterflucht erzaehlt, treffen wir ihn zufaellig am anderen Ende der Welt wieder. Nach einem lustigen Hallo und Verabreden fuer den naechsten Sommer, duesen wir zum Airport, schon wieder so eine olle Boeing, die nach Sydney fliegt...




































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New Zealand (Nordinsel)


Donnerstag, 22. Januar 2009

Osterinsel / Rapa Nui





Das ist uns beiden noch nie passiert: nach 1 Stunde Flugzeit teilt uns der Captain mit, dass wir aufgrund einer defekten Klimaanlage zurueck nach Santiago fliegen muessen... („typisch Boeing“, lautet Martins Kommentar ;-)) Dort warten wir weitere 2 Stunden, bevor wir in eine andere Maschine gesetzt werden. Schwuele Hitze und Einheimische mit Blumenkraenzen empfangen uns. Wir finden ein kleines Hostal und erkunden von dort in einer Woche die kleine Insel. Ein vulkanisches Dreieck mit Seitenlaengen von etwa 14, 16 und 20 Kilometern und durch seine geografische Lage ein Ort auf der Erde, der am weitesten von jeglicher anderen bewohnten Zivilsation liegt.

Geschichte und Kultur sind faszinierend. An jeder Ecke stehen die beeindruckenden Moai Statuen, die wohl als Gottesopfer gedacht waren, individuell gefertigt und aus verschiedensten Epochen. Die Produktion der Moais hat wahrscheinlich zum Untergang der Inselkultur gefuehrt. Um die Moais vom Steinbruch an ihren Aufstellungsort zu transportieren, haben die Insulaner ueber die Jahre alle Baeume gefaellt. Sie dienten als Walzen, um die Kolosse zu rollen. Die Insel ist immer noch recht karg und es gibt nur einen kleinen Ort, weite Flaechen werden von Wildpferden abgegrast.

Wir laufen am Krater und Steinbruch entlang, an dem die Moais hergestellt wurden. Dort versinken noch etliche Statuen, die auf ihren Abtransport warteten. Um die Goetter zufrieden zu stellen, wurden immer groessere/bessere Moais gefordert. Der groesste noch im Krater liegende misst ueber 21 Meter.
In einem weiteren Vulkankrater funkelt im Innern ein ueberwucherter See. Ein mythischer Ort: hier haben damals Wettkaempfe zwischen den verschiedenen Staemmen stattgefunden. Die besten Maennner stellten sich der Herausforderung, es musste eine 300 Meter hohe Steilkueste heruntergeklettert werden, um anschliessend zu einer vorgelagerten Insel zu schwimmen, wo ein seltener Vogel seine Eier ablegt. Ein solches Ei musste unversehrt auf die Spitze der Steilkueste zurueckgebracht werden. Der Sieger wurde der neue „Vogelmann“ von Rapa Nui. Am steilen Abgrund stehend, staunen wir, wie die Maenner dies zustande gebracht haben.

Wir sehen uns die vorgelagerte Insel am naechsten Tag lieber durch die Taucherbrille bei einer Schnorcheltour an. Das Wasser ist traumhaft klar und strahlt in einem atemberaubendem Dunkelblauton. Martin unternimmt spaeter noch einem Tauchgang und findet auch unter Wasser einen Moai...

Besonders schoen ist Rapa Nui am Abend. Wenn das letzte Licht der Sonne hinter den Statuen untergeht, packt wohl jeden die Faszination dieser Insel.
Als naechstes geht es weiter Richtung Sydney und wir sagen Chile damit fuer's erste „adios“ (aber wir kommen ganz bestimmt wieder!). Demnaechst in diesem Blog also mehr von den Aussies und Kiwis...


Freitag, 16. Januar 2009

Chile - Rueckfahrt






Nun steht die Rueckfahrt an, der direkte Weg nach Valparaiso betraegt etwa 2.500 km, entweder durch die Pampa Argentiniens oder per Versorgungsschiff einen Teil der Strecke durch die Fjord Landschaft im Westen Chiles, vorbei am maechtigen Inland Eisfeld der Patagonischen Bergwelt. So machen wir uns zunaechst auf den Weg nach Punta Arenas, vorbei an 150 Jahre alten Schiffswracks, die damals die Verbindung zu Europa waren und nun am Strand der Magellan-Strasse vor sich hinrotten. Weihnachten haken wir in Puerto Natales ab, zur Feier des Tages mal wieder in einem Hostal und es gibt Spaghetti statt Gans. Zwei Tage spaeter besteigen wir unseren Dampfer und die 4-taegige Seereise kann beginnen. Es geht vorbei an unberuehrter Natur, Waeldern, Bergen und Gletschern und wir fragen uns, warum die Ureinwohner aus dieser Einsamkeit vertrieben wurden. Auf dem Boot treffen wir alte Bekannte aus Feuerland und auch neue Gesichter: Elke, Ulli, Kerstin und Jens, mit denen wir viel Spass haben. In Puerto Montt gehen wir von Bord und bringen die „Oldie Bikers“ Joe und Fred auf Spur, Joe hat einen Rahmenbruch an seiner Suzuki und Fred faehrt mit angebrochenem Fuss, harte Jungs, die aus Kalifornien die gesamte Strecke runter gefahren sind, und das mit 68 und 71 Jahren. Respekt! Wir schicken sie zu unserer „Villa Kunterbunt“ und Martina uebernimmt ihre Verschiffung in die Staaten.

Silvester steht an und wir fahren zu unseren neu gewonnenen Freunden Elke und Ulli am Fusse des Vulkans Villarica. Hier laesst es sich prima aushalten und wir lassen uns gut verwoehnen, Elke hat den Kochloeffel an der richtigen Stelle fest im Griff. Mit Ulli rase ich im wilden Ritt durch die versteckten Schotterpisten am Vulkan, bis uns die Schroffheit der Gegend einen Riegel vorschiebt, die Grenzen der Bigbikes sind erreicht.

Die Dakar Rallye ist in Argentinien bereits gestartet und Ulli faehrt ihr entgegen, wir fahren mit vielen neuen Gedanken und Ideen und auch einer Traene im Knopfloch weiter nach Norden; Hans mit seiner Alpenrose darf uns noch mal aufnehmen und so auch die wilde Landschaft am Lliama. Von hier wartet dann eine recht oede 700 km Etappe ueber die Autobahn nach Santiago. Eine 4,5 Millionen Metropole empfaengt uns und das Chaos haelt sich in Grenzen. Es ist heiß und wir entdecken ein paar nette Viertel in dem Gewusel. Historische Plaetze und Gebaeude, ein quirliger Fischmarkt und ein brummendes Studentenviertel.

Wir besuchen Manuel, unseren chilenischen Freund, der uns in Patagonien ein Stueck begleitet und „gesponsort“ hat. Wir sind ueberwaeltigt von seinem Office und noch mehr von seiner Farm, auf der wir die naechsten Tage zu Gast sein duerfen. Aber zunaechst kommt Rudi zurueck in seine Holzbox, er hat uns ohne Mucken satte 14.000 Kilometer durch dick und duenn gefahren. Das gibt eine Runde vom besten Oel, wenn wir ihn im Juni wieder aus der Kiste lassen. Die Dakar Rallye ist in Valparaiso angelangt, wir besuchen das Fahrerlager und spaeter habe ich Gelegenheit, mit „Enzo“ direkt ins Lager zu kommen. Er kennt den wachhabenden Polizisten und so kommen wir „offiziell“ hinter die Absperrungen und bestaunen, was sich so auf 2 oder mehr Raedern durch die Gegend walzt. Die Teams sind sehr freundlich und so schwatzen wir ueber die Rallye und Technik und was Jungs halt so gerne sabbeln ohne Strickzeug.

Ganz artfremd fahren wir die letzten 3 Tage mit dem Mietwagen, die Ranch von Manuel verschlaegt uns den Atem, Luxus pur und so stilvoll und schoen, wir wollen gar nicht mehr weg. Die Familie nimmt uns auf wie alte Verwandte und wir geniessen die Zeit. Ein Ausritt mit dem Pferd steht an und wir begutachten die Laendereien. Bis zum Gallop haben wir uns vorgetastet und der Muskelkater quittiert unseren Uebermut gleich am naechsten Tag. Egal, es war ein unvergessliches Erlebnis und wir trennen uns nur ungern von unseren Freunden, aber der Flug zur Osterinsel soll am naechsten Morgen um 9 Uhr aus Santiago abheben. Wir sind puenktlich, sitzen im Flieger, sind in der Luft, bekommen Fruehstueck und dann die Nachricht ueber die defekte Klimaanlage...

Doch davon mehr im naechsten Blog...






















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Rueckfahrt Chile




Freitag, 19. Dezember 2008

Suedpatagonien – Feuerland
























Torres del Paine – einer der beeindruckendsten Nationalparks Patagoniens, wir fahren auf ca. 100 km Schotter von Puerto Natales in noerdliche Richtung. Das Massiv rueckt langsam naeher und bei strahlend blauem Himmel spueren wir die Faszination dieses Giganten.

Gletscher, eisige Gipfel, tiefe Taeler, tuerkisfarbene Seen, locken Heerscharen von Trekking und Hiking Voelkern an, die hier die Umrundung des Massivs in Angriff nehmen. 6 - 10 Tagestouren sind angesagt, wir Mototrekker schlagen unser Basecamp am See auf und laufen 35 km in 2 Tagen durch die Berge. Ausgepowert und zufrieden geht es zurueck nach Puerto Natales und wir treffen den Texas Boy Jason und Kiwi Aaron wieder, schlemmen Pizza und grillen im Park.

Es geht weiter in die suedlichste Stadt Chiles, Punta Arenas. Reich geworden durch seine Schaf Barone, ist es nun auch Versorgungspunkt fuer die Antarktis.
Wir spueren die Naehe zum Suedpol: der Wind wird eisiger, Pinguine watscheln am Strand, Baeume stehen windzerzaust in der Landschaft, es ist kalt in der Pampa!
Mit dem Schiff ueberqueren wir die Magellan Strasse nach Feuerland, sehr einsame Pampa empfaengt uns und es tauchen Namen auf wie „Bahia inutil“ (Nutzlose Bucht), die Magellan bei seiner Umsegelung damals so getauft hat, da sie eine Sackgasse ist. Es ist schwierig, ein windgeschuetztes Plaetzchen zum campieren zu finden, spaeter dann am Feuer waermen wir uns und beobachten Fuechse und Sittiche und ein Condor fliegt nur knapp ueber den Bauemen vorbei.
Am naechsten Tag passieren wir einen kleinen Grenzuebergang nach Argentinien, die Grenze bildet der knietiefe Fluss Bellavista, ueber den es keine Bruecke gibt...Hosen hoch und durch. Spaeter erreichen wir Ushuaia, definitiv die suedlichste Stadt der Welt. Hier am Beagle Kanal ist die „Panamericana“ zu Ende, es sind 17.848 km bis nach Alaska, Fotopunkt und Ziel fuer jeden Transamerika Fahrer. So gibt es die obligatorischen Fotos und einen Eintrag im Pass. Wir haben unser Etappenziel erreicht und sind happy, hier zu sein. Woody Woodpecker treffen wir im Wald und beobachten seinen Kopfschwinger... in Ushuaia sind es die Kreuzfahrttouris, die ihren Abstecher in die Antarktis unternehmen, ob das Eis dort wohl anders aussieht!?
Morgen geht es fuer uns wieder „ab in den Norden, der Sonne hinterher.“
























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Suedpatagonien

Montag, 8. Dezember 2008

Argentinien - Pampa, nicht nur flach...





















Argentinien – endlose Weiten! Die einsame Pampa, die uns mal als heisse Wuestenlandschaft, dann als eiskalte Windmaschine begegnet. Aber die langen Etappen lohnen sich. Am Ende warten grandiose Gletscher, Bergmassive und tuerkisblaue Seen auf uns. An der Grenze treffen wir die Chilenen Manuel und Sergio, die uns die naechsten 2 Tage „pampern“ und uns ihr Patagonien zeigen. Martin ist Gepaeck und Sozia los und kann den ersten Teil der beruechtigten Ruta 40 allein abreissen. Die Geschwindigkeit steigt und Imke sitzt im klimatisierten Luxus-Jeep. So geht es mit fliegenden Fahnen zum Perito Moreno Nationalpark, wo wir Guanacos, Flamingos, Guerteltiere und Greifvoegel sehen; den Pampastrauss mit Nachwuchs jagen wir vor uns her.
Wieder bepackt zu zweit als „LKW“ unterwegs, fahren wir nach El Chalten, zur beeindruckenden Fitz Roy Bergkulisse. Wir bleiben drei Tage, laufen hoch zum Gletschersee und bestaunen die Torres.
Danach geht es mal eben knapp 100 km am Lago Viedma entlang, um spaeter am Lago Argentino eine aehnliche Distanz zu ueberwinden. Die Sichtweite ist grenzenlos, gefuehlte 200 – 300 km.
Von El Calafate geht es zum Perito Moreno Gletscher: seine Zunge ist etwa 14 km lang, 50 Meter hoch und 5 km breit – gigantisch! Das tiefblaue Eis knackt und kracht staendig, ab und zu brechen riesige Brocken ab und klatschen ins Wasser. Das Schauspiel ist so faszinierend, wir wollen gar nicht wieder weg. Mit 100 km/h Rueckenwind geht es raus aus dem Park, am naechsten Tag, mit aehnlichem Wind – diesmal allerdings von vorne und von der Seite... - geht es nach Puerto Natales in Chile. Die 9000er km-Marke hat Rudi inzwischen ohne Probleme geschafft. Nun wartet der Torres del Paine N.P. auf uns und unsere Fuesse sind mal wieder gefragt, doch davon mehr im naechsten Blog...














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